Богослужение на двух языках 27.10.2013 Predigt deutsch

Liebe Gemeinde!

Was für einen Weg haben wir in diesem Gottesdienst zurückgelegt!

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„Wo kommen Sie ursprünglich her?“ –

Diese Frage, gleich zu Beginn gestellt, stößt uns darauf:

Der Großteil von uns Evangelischen hier in Buchen sind Migranten:

Und das bedeutet nichts anderes als:

„Menschen auf der Wanderschaft“.

Der Hebräerbrief sagt ganz nüchtern:

„Wir haben hier keine bleibende Stadt“.

Das wirkt sich ganz konkret aus – so können wir an den Lebensskizzen von Frau Schleßmann und Frau Weinberger sehen.

Aber auch Menschen wie die zum Beispiel die katholische Buchener Urbevölkerung ist unterwegs, obwohl sie schon in Buchen geboren ist:

Sie ist unterwegs auf dem Weg des Lebens, auf dem wir von der Wiege bis zur Bahre immer weiter zu gehen haben.

„Wir haben hier keine bleibende Stadt“.

Diese Erkenntnis im Hebräerbrief will in uns die Sehnsucht nach der zukünftigen Stadt wecken.

Diese suchen wir nicht nur als Menschen, die an Jesus Christus glauben.

Wir strecken uns nach ihr aus – wie der Engel auf dem Bild.

In dieser Stadt – kostbar von Gott geschmückt mit Gold und Edelsteinen wie eine Braut – wird Gott alles in allem sein.

Er wird unter uns wohnen und alles, was uns Leid zufügt, wird Vergangenheit.

Gott selbst wird unsere Tränen abwischen wie eine Mutter bei ihrem Kind.

Das Wunderbare ist:

Diese zukünftige Stadt ist nicht nur „Zukunftsmusik“, wie es im Deutschen sprichwörtlich heißt.

Sie reicht in unser Leben hinein – wie das Gelb des Engels auf dem Bild von Christian Walter bis ganz nach unten. (zeigen!)

Wir ahnen etwas von dem Glanz und der Herrlichkeit der neuen Stadt in „Paradies-Erfahrungen“ – so möchte ich sie nennen.

Wir erkennen sie daran, dass uns Freude erfüllt und wir eins sind mit uns und anderen.

In ihnen spüren wir die Nähe Gottes, der mitten unter uns ist wie in der himmlischen Stadt.

Wir erleben uns von seinem Licht umhüllt, wie Jesus Christus, das Lamm, das Licht dieser Stadt ist.

Kostbar wie die Edelsteine, die die Stadt schmücken, sind diese Erfahrungen für uns.

Sie sind Vorschuss auf die zukünftige Stadt.

Ihr Glanz wärmt uns, gibt uns Kraft für den Alltag, schenkt uns langen Atem und Gelassenheit.

Am Ausgang werden Sie darum ein Blatt mit dem Bild der Jahreslosung und dem Stichwort: „Meine Paradies-Erfahrungen“ erhalten.

Wir laden Sie ein, zu Hause Ihren Paradieserfahrungen nachzuspüren und sie aufzuschreiben, damit sie Ihnen Freude und Kraft schenken.

Vielleicht kennen Sie auch Menschen, denen Sie diese Karte mitnehmen möchten. –

 

Betrachten wir noch einmal das Bild von Christian Walter:

Die grüne Farbe der Häuser steht für alles, was in unserer Welt wächst und was wir selbst schaffen.

Es wird vergehen, ebenso unser eigenes Leben.

Es weist uns in seinem Vergehen, in seiner Vorläufigkeit wie ein Engel auf Gottes neue Welt hin.

In deren Mittelpunkt steht das Kreuz Jesu Christi:

Jesus hat am Kreuz alles Leid unserer Welt auf sich genommen und überwunden.

Er ist als erster den Weg durch den Tod ins ewige Leben bei Gott gegangen.

Gleichzeitig aber ist er bei uns.

Er hält uns fest.

Bei ihm sind wir wie Passagiere im Schiffsrumpf geborgen.

 

Mit dem Rot des Schiffes erinnert uns der Künstler an die Liebe Gottes, die in Jesus Mensch geworden ist.

Was auch in unserer Welt geschieht, welche Menschen wir loslassen, von welchen Hoffnungen wir uns verabschieden, welche Orte wir zurücklassen müssen, wir sind umhüllt von seiner Liebe.

Mit Jesus Christus sind wir unterwegs auf dem Meer der Zeit – hin zu seiner Ewigkeit.

Das ist das Ziel unseres eigenen Lebens und unserer Welt.

 

Möge die Jahreslosung für 2013 uns über dieses Jahr hinaus begleiten und uns anspornen, uns nach Gottes Welt auszustrecken.

„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“

Er selbst begleitet uns auf diesem Weg.

Gott sei Dank!

Amen.

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