Богослужение на двух языках 27.10.2013 Bildbetrachtung deutsch

„Wir haben hier keine bleibende Stadt“ –

So ist es.

Wir alle aber tragen die Sehnsucht nach der Stadt in uns, die für immer Bestand hat und in der wir selbst für immer Heimat finden.

Darum lautet die Fortsetzung des Wortes aus dem Hebräerbrief:

„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“

Wie gut, wenn der Ort, an dem wir leben, die Menschen, die uns umgeben, uns das Gefühl verleihen zu Hause und geborgen zu sein!

Und dennoch:

Alles, was zu unserer Welt gehört, wird vergehen.

Wir alle werden eines Tages diese irdische Heimat verlassen.

Der Hebräerbrief weckt in uns die Hoffnung, dass es sich lohnt die zukünftige Stadt zu suchen.

Dieser Hoffnung gibt das Bild von Christian Walter Gestalt.

Jahreslosung2013

In der linken Bildhälfte sehen wir Häuser wie im Sog eines Stromes gen Himmel fließen.

An ihrer Spitze erkennen wir einen Engel, in Licht gehüllt, der sich nach oben ausstreckt.

Sein Licht verwandelt schon die Häuser, die in seine Nähe kommen.

Mit seiner linken Hand weist der Engel auf das Kreuz, das in der rechten oberen Ecke zu erkennen ist.

Auch dieses ist von Licht umgeben.

„Schaut hin auf Jesu Kreuz, auf seinen Tod und seine Auferstehung!“, so scheint uns der Engel zuzurufen.

„Dorthin lohnt es sich, sich auszustrecken!“

 

Genau das ist die Grundbedeutung des Wortes „suchen“ im Griechischen:  „sich ausstrecken“.

Der Künstler hat dies ins Bild umgesetzt:

Wir strecken uns nach der neuen Welt Gottes aus, nach jener Welt, die für immer bleiben wird.

Dort gibt es Wohnungen, die Jesus für uns schon vorbereitet hat –

So verheißt er seinen Jüngern in den Abschiedsreden des Johannesevangeliums.

 

Der Sog des Todes droht uns samt unserer Lebensfreude, unserem Lebenssinn in den Abgrund zu ziehen.

Das Bild setzt dem entgegen:

Streckt euch aus nach Jesus Christus!

Er hat uns Leben in seinem Licht, Leben in seiner Fülle versprochen.

 

Das Kreuz übrigens bildet den Mast eines großen Schiffes in der rechten Bildhälfte.

Dieses fährt auf dem Meer der Vergänglichkeit.

Das bedeuten die Häuser, die um den Bug in die Ewigkeit davon fließen.

Wenn wir auf Jesus Christus vertrauen, dann besteigen wir sein Schiff.

Auf ihm werden wir bewahrt inmitten dessen, was vergeht und uns deshalb Angst und Not bereitet.

Dieses Schiff wirkt im Gegensatz zu den Häusern fest und zuverlässig.

„Amen“ bedeutet das im Hebräischen.

Der „Amen“ wird Jesus Christus einmal in der Bibel genannt:

Er ist der Boden, der nicht schwankt, der Fels, auf den wir uns retten können.

 

Uneinnehmbar wie die starken Mauern einer Burg erscheint dieses Schiff.

Er ist mit uns unterwegs von der Stadt, die keine Zukunft hat, hin zur bleibenden Stadt in seinem Licht.

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